Die Cyriaxmethode von Zondag

Fibromyalgie

Gesundheit

Das Fibromyalgiesyndrom gilt als eine chronische neurologische Erkrankung, die das Schmerzempfinden sowie die Schmerzverarbeitung betrifft. Die allgemeinen Krankheitssymptome sind vielfältig und erstrecken sich von Schmerzen in diversen Körperregionen wie z.B. dem Rücken, Nacken oder Brustkorb über Müdigkeit, Kopfschmerzen und Schlafstörungen. Diese Hauptsymptome werden oft auch von Nebensymptomen begleitet, unter denen beispielsweise erhöhte Ängstlichkeit, Wetterfühligkeit oder gesteigertes Schwellungsempfinden bekannt sind.

Der Krankheitsausbruch erfolgt meist eher unbemerkt und das Syndrom beansprucht oft Jahre bis zu seiner vollständigen Entfaltung. Frauen sind in der Regel häufiger betroffen als Männer, wobei sich Fibromyalgie jedoch auch bei Frauen normalerweise erst im mittleren Alter zeigt. Die Ursache des Fibromyalgiesyndroms ist bis heute nicht unbestreitbar geklärt. Durch die graduelle und schleichende Entwicklung der Krankheit ist vielen Menschen anfangs nicht bewusst, dass es sich bei ihren weitreichenden Symptomen um Fibromyalgie handelt. Dies erschwert auch die zielsichere Diagnose seitens der Medizin, da viele Patienten ihre Symptome nicht als kohärentes Bild erkennen und diese somit oft unbesprochen bleiben. Im Schnitt dauert es heutzutage noch immer drei bis fünf Jahre, bis die korrekte Diagnose der Krankheit ärztlich festgestellt wird.

Fibromyalgie gilt bis heute als unheilbar. Dies bedeutet jedoch nicht, dass Betroffene ihrer Krankheit komplett machtlos gegenüberstehen. Im Fokus des Behandlungsplans sollte vor allem die Linderung der Symptome stehen. Regelmäßige Bewegung gilt hier, wie auch in unzähligen anderen Belangen, als besonders vielversprechende Maßnahme. Dabei ist vor allem auf eine Stärkung des Herz-Kreislaufs Systems abzuzielen, welche selbstverständlich auf die Belastbarkeit des einzelnen Betroffenen anzupassen ist. Dieses Ziel kann mit Ausdauersportarten wie z.B. dem regelmäßigen Ausüben von Schwimmen oder Radfahren erreicht werden.

Der zweite Behandlungsschwerpunkt liegt darin, als Betroffener zu lernen, wie er persönlich am besten mit der Krankheit und ihren Symptomen leben kann. Auf Informationsveranstaltungen können Kontakte zu anderen Patienten geknüpft und wertvolle Erfahrungen ausgetauscht werden. Auch Ärzte und Psychologen können auf diesem Wege neue Erkenntnisse und Behandlungspläne zur Sprache bringen. Eine solche Schulung kann sowohl in Reha-Kliniken erfolgen, als auch in der gängigen Arztpraxis oder durch selbstorganisierte Verbände. Eine kognitive Verhaltenstherapie kann zusätzlich von Nutzen sein, um destruktiven Gedankenmustern auf die Spur zu kommen und diese in produktive Denkmuster umzuwandeln.

Neben den zwei Hauptbausteinen der gängigen Therapiemethodik, der Bewegung und der Koordination der eigenen Krankheit, gibt es weitere bekannte Maßnahmen, die Linderung verschaffen können. Dazu zählen beispielsweise der (vorübergehende) Einsatz von Antidepressiva, Thermalbäder oder diverse Entspannungstechniken wie Yoga oder autogenes Training. Auch Wärmeanwendungen und Massagen können zur Verbesserung des Gesundheitszustands beitragen. Der individuelle Behandlungsplan sollte jedoch immer mit dem Arzt besprochen, sowie auf die Bedürfnisse des Patienten angepasst werden.

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